royal botanical garden sydney

letzte woche bin ich beim bridge run ja auch durch den botanischen garten gelaufen. da war ich vorher nie gewesen. das besondere am botanischen garten ist, dass der sonnenuntergang hinter der oper und der sydney harbour bridge verläuft. das brachte mir diese bilder ein, die, wie ich finde ziemlich gut geworden sind.

die brücke, die oper und ich
die brücke, die oper und ich
das cbd im sonnenuntergang
das cbd im sonnenuntergang
die opera und die brücke
die opera und die brücke
sydney und ich
sydney und ich

48:14 run the bridge 9km

das rennen

handgestoppte 48:18 bei run the bridge. 48:14. handgestoppt, ich warte aber noch auf das endgültige endresultat. mit dieser zeit habe ich mich wahrscheinlich unsterblich gemacht. das ist ein schnitt von 5:22 auf den kilometer. schneller war ich auf dieser distanz noch nie. das muss man sich nur mal überlegen, damit würde ich 10 kilometer in 53:36 laufen. ungeachtet der tatsache, dass mein puls zwischendurch in sphären vorgerückt war, wo er eigentlich nichts zu suchen hatte, war ich ziemlich fit und entspannt. aber ich finde bei so einem rennen, in dem es mal berghoch (zwischen kilometer 6-8 z.b.) und bergrunter geht, muss man schon mal an die schmerzgrenze gehen. und die zeit hat mich zwischendurch selbst erstaunt. und ich habe festgestellt, dass sowas ja ungemein beflügeln kann. meine zeit entspricht übrigens einem kilometer-schnitt von 11,20 km/h. normalerweise laufe ich 10. und der kilometer macht wahnsinnig viel aus.

der start in milsons point bei run the bridgeunder the bridge, beim startdie sydney harbour bridgerun the bridge - fast and medium runnersaber mein puls war schon zum start viel höher, als wenn ich auf dem laufband trainiere. klarer fall, ich war nervös. zu unrecht, wie sich nachher herausstellte, denn ich war richtig gut.

der erste kilometer ging auch berghoch, da man von milsons point zuerst auf die sydney harbour bridge muss. bis zur mitte der brücke spürt man, dass es kein spaziergang ist. gestern hatte ich mir, für mein insulin, den schlüssel, geld und so weiter eine eine umhängetasche gekauft. ich wackelte während des ersten kilometers ständig auf und ab und ich wollte die eigentlich nur festzurren. dabei ist ein trägerband gerissen und ich hielt – während des laufes- die tasche in der hand. ich habe sie dann in die hose gequetscht, damit sie halt hat und ich nichts verliere.

nachdem man von der brücke runter ist, geht es dann am circular quay vorbei und wieder hoch richtung botanischem garten. dort wurde es auch wieder eng, weil die farbahn in zwei richtungen ging. die einen kamen hoch, die anderen liefen runter.
es gab dann eine wendung im botanischen garten, ab dem es dann, wie oben beschrieben, zwischen kilometer 6 und 8 berghochging. der berg ruft. im geist rechnet man dann schon mal schnell den schnitt durch und ich erreichte kilometer 6 bei 34 minuten. also 2 minuten unter dem schnitt, den ich eigentlich laufen würde.

noch schneller 48:14der zieleinlauf war etwas irritierend. denn von oben sieht man runter bis zur sydney opera. dort hatten fitness first eine ding über die strasse gebaut, was ich aus deutschland als ziel-einlauf kenne. das verwirrte mich, weil ich das ziel bei der oper in erinnerung hatte. ich habe dann nochmal gas gegeben und habe beschleunigt. als ich dort ankam, stellte ich dann fest, dass das nicht das ziel war, sondern, wie schon angekündigt erst bei der oper. das waren dann nochmal 100 meter.

48.14….

der sonntagsspaziergänger

eine bitte habe ich an die rennveranstalter weltweit. ich trainiere für so einen lauf. das ist für mich kein fun-run, wo ich die umgebung genießen kann. ich laufe um ein gutes ergebnis zu erzielen. ich bin motiviert und strenge mich an.
wenn schon kurz nach dem start verschiedene teilnehmer mitten auf der straße gehen, dann ist das hinderlich und die gehören da nicht hin. aber gar nicht. oft wird dann auch gerne mal geplaudert. warum können die ihren dicken hintern nicht nach rechts und links der straße bewegen und dann in der mitte eine gasse lassen? das sollten die unterschreiben, vor dem rennen. gegangen wird da nicht und wenn einer geht, dann soll er von der bahn. basta. denn das slalom laufen ist anstrengend und kostet zeit.

das debakel

„wir wollen jeden spieler individuell verbessern – in allen bereichen. im fußball entscheidet oft der kopf. dafür muss der Kopf auch trainiert werden“, sagte klinsmann vor der saison. nun sind fünf spieltage gespielt. einmal dfb-pokal, einmal champions-league. 7 spiele. 4 siege, 2 unentschieden und eine vernichtende niederlage zu hause gegen bremen. es ist nicht das ergebnis. das letzte 2:5 an das ich mich erinnern kann, stammt aus dem jahr 1995 im halbfinale gegen ajax in der champions-league. dann gab es mal ein 1:5 auf schalke 2002, ein 1:5 in freiburg, irgendwann in den 90ern. aber das bayern in einem pflichtspiel nach 67(!) minuten mit 0:5 -und dann noch zu hause- zurücklag, dass hatten wir in den letzten 30 jahren, soweit ich die statistiken kenne noch nie. und ich habe mich länger mit statistiken beschäftigt.
die abwehr macht keinen guten eindruck. schon in bukarest wackelte es da hinten gewaltig. mittelfeld und sturm? so recht überzeugend ist das nicht. aber klinsmann braucht sicher noch zeit. denn die verbesserungen scheinen mehr arbeit als gedacht zu sein. wir werden sehen.

das war die meldung, mit der ich heute morgen ins rennen gegangen bin. ein 2:5 gegen bremen. ich hatte vorher 3:1 getippt…

sydney opera – weltkulturerbe

nachdem ich jetzt, zusammengerechnet, sechseinhalb monate in sydney bin, war ich heute endlich in der sydney opera. weltkulturerbe und einmalig in der welt. auf kaum einer postkarte fehlt die oper. oder eben der uluru. aber das hatten wir ja schon mal (uluru: uluru walk und uluru sunrise, uluru: ankunft und sound of silence dinner)

ich war fast bei der letzten gruppe, die die essential tour an diesem tag gemacht hat. der eintritt war moderat, um es mal vorsichtig zu formulieren. thomas, unser guide stellt sich vor und bat uns zu allererst die rucksäcke abzugeben. „there is so much fear in the world, please do me the favor and..“ und so weiter. also terror-angst in der opera. jeder von uns könnte ein terrorist sein.

ich sagte dann, dass ich mein insulin in der tasche hätte und er war ruck zuck verschwunden um mit einer kleinen, durchsichtigen plastiktüte wieder zu kommen. ich sagte, dass da mein insulin, meine kamera und mein camcorder unmöglich hineinpassen würden. ja, die kamera dürfe ich eh nicht mit reinnehmen. aha… da war ich schon ein bisschen genervt.

okay. in der opera selbst gingen wir zunächst in das drama theatre. und der name schien irgendwie programm. nicht nur, dass thomas alles ganz magnificent, terrific und lovely fand, nein, er sagte auch we can’t take photos here. draußen im schäbigen foyer schon. aber nicht im theatre, wozu wir ja alle da waren. das bühnenbild im drama theatre gehört zu the narcissist, der dort im augenblick aufgeführt wird.
photos kann ich keine zeigen, denn thomas passte auf. aber ich überlistete ihn dann später.

das nächste war ein größerer raum in dem jazz-konzerte gegeben werden. hier die bilder:
sydney opera jazz konzertedie innenarchitektur der opera istinnenansichten der operadas wiederum ist ein schicker platz. innenansichten der operadie opera in sydney

den abschluß bildetet die eigentlich opera selbst. dort wurde gerade ein interview mit der prinzessin von thailand aufgeführt, die auf dem unteren rang im scheinwerferlich interviewt wurde. sie winkte dann hoch zu uns auf den oberrang. das tat sie derart begeistert, dass man hätte glauben können, dort unten stünde elizabeth taylor nach der oscar verleihung. ich kenn die prinzessin von thailand gar nicht…

insgesamt dauert die tour ca. eine stunde und man schaut sich 4 videos an. zwei ältere deutsche damen meinten dazu, dass sich dann auch eine dokumentation auf video hätten anschauen können. nun, ganz so kritisch bin ich nicht, allerdings ist da schon was dran. die ganze führung war eher dürftig, wenn man mal vom eigenen, erlebten gefühl absieht, dass man in der opera ist. allerdings geht es im kölner dom ja eigentlich genauso und der ist immerhin ein paar jahre älter.