namche bazaar 3440 m – phortse 3800 m

morgens um 8:30 sind wir von namche richtung phortse gegangen.
das wetter war spürbar besser und vor allem auch wärmer. je höher man ist, desto kälter sollte es ja eigentlich sein. vor allem, weil in den alpen oberhalb von 2000 meter schnee liegt. da der himalaya aber fast auf der höhe vom südlichen tunesien liegt, ist es hier wärmer.

phortse liegt auf 3800 meter und das heißt ja eigentlich „nur“ 400 meter höher als gestern. allerdings mussten wir diesmal nochmal über den dudh kosi river.
der aufstieg nach phortse sah zunächst anstrengend aus, war dann aber ganz entspannt machbar. phortse ist eine art terassendorf, dass durch seine sehr exponierte lage einen wunderschönen blick auf das khumbu-tal richtung lukla hergibt.

stupa in phortse
stupa in phortse
phortse 3.800 meter im khumbu tal
phortse 3.800 meter im khumbu tal

wie ich gehört habe, ist phortse bei den nepali nicht besonders beliebt. das liegt daran, dass es eher als rückständig gehalten wird – was immer das in der gegend zu bedeuten hat. ich konnte diesen offensichtlichen unterschied nicht erkennen. für mich sah es so aus, wie all die anderen kleinen bergdörfer auch.
sir edmund hillary hat dort eine schule errichtet, weil die irgendwie notwendig war. die nächsten dörfer sind nur in mehreren stunden fußmarsch erreichbar, was dazu führt, dass die kinder, die dort aufwachsen keine richtige schulbildung haben. ein großteil der mädchen darf dann ohnehin nicht zur schule, sondern muss zu hause helfen, was beim weiblichen geschlecht zu analphabetismus führt.
von all diesen dingen bekommt man so allerdings nichts mit, da die bestellung unseres essens immer über unsere guides lief, die dann eben auch die kommunikation mit den besitzer des teahouses übernahmen.
die nacht von phortse werde ich so schnell nicht vergessen. zum einen, weil sie meine erste nacht über 3,800 meter war und zum anderen, weil ich schlecht geschlafen habe. ich wachte immer wieder auf, wenn ich mich auf die seite gedreht hatte und hatte ein sehr merkwürdiges gefühl im magen, dass mir sagte, dass irgendetwas nicht stimmte. gegen halb fünf ging es nicht mehr. ich musste mich übergeben. damit war der rest des tages für mich eigentlich gelaufen. ich erfuhr am nächsten morgen, dass von meinen 10 anderen trekking-kolllegen 8 weitere ebenfalls irgendwelche gesundheitlichen probleme hatten. wir beschlossen den tag in phortse zu bleiben und uns zu erholen. ich habe den rest des tages im bett verbracht und mich mit mineralien, tee und wasser wach gehalten. gegend abend, war ich dann wieder soweit hergestellt und konnte normal essen.
ob es nun an phortse und an der angeblichen rückständigkeit lag oder einfach an dem rice curry, dass ich einen tag zuvor gegessen hatte, jedenfalls war ich froh, dass ich am nächsten tag wieder bei kräften war und wir von phortse nach dingboche gingen.