klettersteig sporthaus schuster

25 meter hoher klettersteig
25 meter hoher klettersteig
am klettersteig
am klettersteig

seit ich in nepal war, begeistern mich berge. wie sie bestiegen werden, wer das gemacht hat und wie. besonders natürlich der everest, weil das base camp nun mal das ziel der reise war. gerade phoenix und arte haben sich da in den letzten wochen hervorgetan und ziemlich spannende berichte gezeigt.
dieses jahr wird bei mir im zeichen der berge stehen. und das ist eine spannende sache. hier in münchen haben wir die alpen vor der tür und im prinzip kann man jedes wochenende in die berge fahren. da ich aber noch nie wirklich auf einen berg gestiegen bin, brauche ich also ein training. und da ich jetzt im alpenverein bin, habe ich das angebot angenommen und im sporthaus schuster an der kletterwand einen kurs für den klettersteig gemacht.

klettersteig ist eine mischung aus kletter und trekking. so ungefähr jedenfalls. es ist wie, als wenn man immer an der leiter einen berg besteigt. das hört sich erstmal einfach an. wenn die wand aber 25 meter hoch ist – so wie im sporthaus schuster – dann wird das gefühl für die höhe ein vollkommen anderes. die kleinen stellen auf denen ich stand erlaubten mir, immer mal wieder nach unten zu schauen. das ist ein interessantes gefühl. es ist spannend und aufregend. ich hatte das noch nie gemacht und beim ersten mal zitterten mir ziemlich die knie. eigentlich unnötig, denn ich war ja gesichert. zwar hätte ich im ernstfall zwei meter fallen können, doch das ist bei einer höhe von 25 meter natürlich nicht so schlimm…

25 meter in dieh höhe
25 meter in die höhe

insgesamt sind wir dreimal da hochgeklettert. unser trainer christian, der uns vorher alles erklärt und eine gute einleitung ins klettersteigen machte, sagte nachher, dass das nicht oft vorkommt. beim zweiten mal war ich dann schon weniger nervös und die einzelnen stufen gingen leichter. beim dritten mal war es fast schon für die galerie.
höhe ist ungewohnt. zumal wenn man sich einer solchen situation noch nie ausgesetzt hat. deshalb war ich nachher aus ziemlich stolz, dass ich das geschaft habe.
der schwierigkeitsgrad im sporthaus schuster, so christian (der schon seit 35 jahren klettert) liegt bei mittel, oder b und c (ranking von a – e).

hier ein klettersteig, der dann schon etwas anspruchsvoller ist:
der klettersteig königsjodler am hochkönig

akklimatisierungstag in dingboche zum basecamp des ama dablam

wie schon in namche bazaar hatten wir in dingboche einen akklimatisierungstag. und meine idee dieses tages war eigentlich eine gemütliche wanderung zu „diesem“ basislager. dem war aber dann nicht so. es wurde anstrengend. vorab muss ich sagen, dass die region um den ama dablam und besonders der aufstieg – bei gutem wetter – ein wahres juwel ist. denn, wie man an den bildern sehen kann, ist es dort wunderschön. der frühnebel tat dann sein übriges.

der nachteil des frühnebels war, das er den aufstieg zum base-camp komplett einhüllte. ich mag es immer ganz gerne, wenn ich sehen kann, wie weit etwas noch ist. das war duch den plötzlich aufkommenden nebel nicht mehr möglich. es war ein abschätzen und auch die worte von bokda „we are almost there“ nutzten da wenig. aber die mühen sollten sich lohnen. ich weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat, bis wir oben ankamen, aber es war anstrengend. kelvin und ich gingen zusammen und wir kämpften. aber am ende schafften wir es. kaum war ich nach dem aufstieg dort oben angekommen, gab der nebel die sicht auf den gletschersee frei und den fuß des ama dablam.
insgesamt waren wir an dem tag viereinhalb stunden unterwegs. eine gute zeit für einen akklimatisierungstag.

eine weitere besonderheit dieses tages war, dass barrack obama zum amerikanischen präsidenten gewählt wurde. das ist ein umstand, der in dieser region erstmal keine große rolle spielt. ich dachte zwar daran in ein internet-cafe zu gehen um die ergebnisse anzuschauen, aber am ende reichte mir das, was ein amerikanischer trekker uns beim abstieg vom basis-lager erzählte. und er bestätigte den sieg obamas.

der berg selbst ist 6812 m hoch und zählt zu den perlen des himalaya. dieses urteil hat er deshalb, weil er eine besondere form eines sehr spitzen dreickecks hat. hans kammerlander hat den gipfel 2002 mal mit einem ard-morgenmagazin-kamerateam bestiegen. die erstbesteigung, unter der leitung von sir edmund hillary, gelang 1961 einem amerikanischen team mit mike gill (neuseeland), barry bishop (USA), mike ward (großbritannien) und wally romanes (reuseeland)

phortse 3800m nach dingboche 4410m

dingboche liegt auf 4410 meter.

und das war unser ziel am nächsten morgen. wir waren alle fast wieder fit und konnten den etwa 8km langen aufstieg antreten. die tagesabläufe ähneln sich organisatorisch irgendwann. abends gab uns chitra die trekkinginfos, wie die dauer des aufstiegs, besonderheiten wie schwierige passagen oder besondere schönheiten, auf die wir achten sollten. und davon gibt es im himalaya ja einige.

die bergewelt dort ist mehr als beeindruckend. die alpen haben ja schon etwas, was einen oftmals sehr gefangen nimmt. aber im himalaya ist das eine andere liga. höher geht’s nicht. und trotzdem das es so hoch ist, ist es dort nicht kalt.
dingboche selbst ist für den kartoffelanbau berühmt. dort sind überall -mit steinen- abgetrennte bereiche, wo jeder kartoffelbauer seine parzelle hat. außerdem ist dingboche in den letzten jahren, durch den zunehmenden touismus gewachsen und mehr und mehr lodges wurden für die bergsteiger und trekker aufgebaut. unser teahouse hatte den luxus eines sitzklos, was in den regionen oberhalb von 4000 meter eine besonderheit ist.

überhaut hatte ich mich vor der reise gefragt, wie ein teahouse ausschaut. und im prinzip handelt es sich dabei umn eine hütte, die zumeist einen zentralen raum mit ofen hat. die sonstigen zimmer sind nicht beheizt, was besonders im januar und februar sehr kalt sein kann. eine isolierung, wie wir sie aus deutschland kennen gibt es natürlich nicht. deshalb war ich froh, dass ich den 4-seasons-schlafsack dabei hatte. ich habe in keiner nacht gefroren.